Das Ende vom Anfang der App

Mobile Apps boomen, wie eine Studie des Marktforschungsunternehmens Gartner zeigt. Nach dieser wurden im vergangenen Jahr 2,5 Milliarden Apps weltweit heruntergeladen, wobei knapp drei Milliarden Euro umgesetzt wurden.



Der mobilen App wird das gleiche Schicksal blühen, auch wenn man sich jetzt ein Ende des gerade erst begonnenen Booms noch überhaupt nicht vorstellen kann. Wenn es webbasierte Alternativen gibt. Dann kann man als Verkäufer den ganzen Markt ansprechen, nicht nur einen Teil: Alle Web-Nutzer genauso wie auch jeden Mobil-Anwender, gleichgültig, was für ein Gerät er sein eigen nennt.

Diese Alternativen zur App gibt es natürlich – spätestens wenn schnelle Mobilfunkstandards flächendeckend verfügbar sind und das Internet auf dem Handy ebenso dargestellt werden kann wie heute auf PC, Tablet oder Notebook. Dann nämlich werden all diejenigen Anwendungen, die zurzeit in den Mobilfunk-Stores verkauft werden, direkt im Browser dargestellt werden. Das System ist auch schon da, Anwendungen überall – ob im Web oder Social Networks – sich bezahlen zu lassen: ClickandBuy beispielsweise hatte gestern ein Bezahlsystem für Facebook angekündigt. Damit sollen Mitglieder des sozialen Netzwerks ab Februar nicht nur bequem Dienste nutzen können, sondern auch untereinander Geld überweisen. Und einen Namen haben die App-Killer der Zukunft übrigens auch schon: Man nennt sie ‚Widgets‘.

Relevant weil: Apps sind kurz bis mittefristig als strategiches Mittel relevant, langfristig jedoch werden sich webbasierte Lösungen durchsetzen.

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